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Dienstag, 15. Oktober 2013

Grundlage der Kommunikation

Gell Du ...; Bild(c)Albrecht E. Arnold  / pixelio.de
 Überall dort, wo Menschen miteinander zu tun haben, ist die Art, wie sie miteinander kommunizieren, ausschlaggebend für eine wirkliche Verständigung. Der Begriff "kommunizieren" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "gemeinsam machen, vereinigen, teilen, mitteilen, sich besprechen".

Über die Kommunikation definieren sich Beziehungen und laufen komplexe soziale Mitteilungen ab. Die Verständigung zwischen Menschen ist eine Informationsübertragung durch verbale und nonverbale Ausdrucksmittel. Der Austausch findet dabei mit Hilfe der Körpersprache, Gestik, Mimik und Tonlage statt. Dabei ist ganz besonders auf ein in sich stimmiges Ausdrucksverhalten und konstante Disziplin Wert zu legen. Nur eine ganzheitliche und ehrliche Ausdrucksweise - insbesondere was die Gefühle angeht - wird vom Menschen als positiv empfunden und verstanden.

Häufig glaubt der Mensch, für die Verständigung seien die Sprache bzw. die Worte das Wichtigste. Das ist ein Irrtum. Die Worte allein sind der unwichtigste Teil der Mitteilungen. Wichtiger als alle Worte des Menschen sind andere Botschaften, nämlich seine Körpersprache, der Ausdruck seiner Stimme und seine Gefühle.

Die Körpersprache umfaßt die äußere Erscheinung eines Menschen, seine Haltung, seine Art zu laufen, seine Gestik und seine Mimik. Mit dem Ausdruck der Stimme sind die tonalen Aspekte der Sprache gemeint, das heißt Betonung, Lautstärke, Tonlage und Sprechgeschwindigkeit.

So strahlt eine klare, feste Stimme Selbstvertrauen, Sicherheit und Kraft aus, eine allzu laute oder schrille erweckt Furcht oder Antipathie, während eine sanfte, leise Stimme Vertrauenswürdigkeit und Verständnis vermittelt, und eine allzu leise, zaghafte signalisiert Unsicherheit und Ziellosigkeit - je nachdem, welche Gefühle in der Stimme mitschwingen.

Wegen der starken Wirkung der, meist unbewußten, Körpersprache kommunizieren wir immer - auch dann, wenn wir nichts sagen -, weil der Körper für uns spricht und seinen Zustand und seine Beziehung zur Außenwelt zum Ausdruck bringt, und zwar in jeder einzelnen Sekunde. Deswegen kann der Mensch seine Befindlichkeit und seine Einstellung zwar verschweigen, aber niemals wirklich verheimlichen.

Neben den verbalen erhält ein Mensch also immer auch nonverbale Informationen, und er muß sie alle zu einem sinnergebenden Ganzen zusammenführen. Mißverständnisse treten dann auf, wenn der Mensch sich widersprüchlich verhält, wenn Ängste und Hektik vorhanden sind und somit die Gesamtbotschaft nicht mit dem verbalen übereinstimmt.


Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation

Mittwoch, 6. Juni 2012

Falsche Ziele zerstören die Motivation

falsche Motibation?  Bild-(C): Stefan Bayer/pixelio.de
Eine durchaus bekannte Situation. Sie haben Ziele im Projekt, befinden sich mitten im Projekt und dann stellt sich heraus, dass die Ziele falsch sind. Die ganze Arbeit, die sie bis dahin gemacht haben ist möglicherweise komplett umsonst gewesen. Gibt es noch etwas Demotivierenderes?

Der psychologische Hintergrund ist die Selbstbestimmungstheorie der Motivation. Demnach motiviert uns eine Tätigkeit dann, wenn wir damit bestimmte Ziele erreichen, und zwar Autonomie, Kompetenz oder Zugehörigkeit.  Gemäß einer aktuellen wissenschaftlichen Studie von Ayelet Fishbach (Universität Chicago) und Jinhee Choi (Universität Seoul) reichen diese Kriterien aber noch lange nicht aus, weil gewisse Ziele unsere Motivation sogar ruinieren können.

Zu diesem Ergebnis kamen die beiden Wissenschaftlerinnen in vier verschiedenen Experimenten. Mal sollten sie sich im Fitnessstudio beweisen, in Origami versuchen, mal regelmäßig Zahnseide benutzen, mal Yoga üben. Das Ergebnis war stets gleich: Wer sich auf externe Ziele konzentrierte (bspw. ich will durch die Fitness abnehmen, oder stärker und ausdauernder werden), widmete sich der Aufgabe zunächst mit größerer Hingabe, dann aber ließ die Motivation umso schneller nach. Ganz im Gegenteil zu jenen, die sich auf die Aufgabe an sich konzentrierten. Sie zeigten nicht nur größere Ausdauer und Geduld, sondern hatten auch mehr Spaß daran.

Ein erfahrener Projektleiter weiß schon lange, dass äußere Anreize, wie etwa finanzielle Belohnungen, die innere Motivation der Mitarbeiter zerstören. Das Problem ist, dass der Fokus auf die Belohnung gelegt wird und nicht auf das Tun. Ein erfahrener Projektleiter weiß auch: Wenn wir etwas gerne tun, etwa, weil wir es genießen oder daraus lernen, sind die Projektmitarbeiter von alleine motiviert. Bringen wir nun die Belohnung ins Spiel, fokussieren wir uns stärker auf dies - und gehen der Tätigkeit nicht mehr aus purem Vergnügen, sondern reinem Profitstreben nach. Ganz einfach gesagt: Wir verlieren die Lust.

Darüber hinaus haben Fischbach und Choi aufgezeigt, dass es noch nicht mal monetärer Anreize bedarf, um die Motivation zu zerstören. Es reicht schon, wenn man die falschen Ziele setzt. Fischbach nennt ein simples Beispiel: Wenn man Sport treibt, sollte man sich nicht auf die Gewichtsreduktion oder den Sixpack konzentrieren.  Wichtiger sei der unmittelbare Nutzen, der sich bereits beim Sport zeige, wie beispielsweise Entspannung. "Weil diese inneren Anreize schon während der Aktivität auftreten, bleiben wir länger interessiert", sagt Fischbach - und länger motiviert.

In diesem Sinne sollte also ein erfahrender Projektmanager seine Ziele intensiv überprüfen und sollte sich genügend Zeit für das Scoping nehmen. Nur so kann man die Grundlagen für ein erfolgreiches Projekt legen.


Quelle:
Ayelet Fishbach und Jinhee Choi (2012). When Thinking about Goals Undermines Goal Pursuit. Organizational Behavior and Human Decision Processes, Band 118, Ausgabe 2, Seite 99 - 107.

http://faculty.chicagobooth.edu/ayelet.fishbach/research/OBHDP%2010-318R2%20Fishbach%20and%20Choi.pdf