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Sonntag, 30. Dezember 2012

Werden wir immer intelligenter?

Wir werden immer intelligenter. Bild(c): G.Altmann, pixelio.de
Kann es sein, dass Gelerntes anschließend von Artgenossen an anderen Orten leichter zu lernen sein sollte? Es gibt bereits erste Hinweise darauf, dass es tatsächlich so ist. Nicht nur bei zahlreichen Versuchen mit Affen oder Ratten konnte man dies belegen, sondern Ähnliches gilt auch für den Menschen.

Wenn beispielsweise Millionen von Menschen bestimmte Standardtests wie etwa Intelligenztests machen, sollte es für andere Menschen im Durchschnitt immer leichter werden, solche Tests zu absolvieren. Auch das scheint tatsächlich so zu sein. Individuelles und kollektives Gedächtnis sind zwei Ausprägungen desselben Phänomens, nur graduell und nicht grundsätzlich verschieden. (Sheldrake)

Bis in die 1990er Jahre hinein erbrachten die Ergebnisse von IQ-Tests in Industrieländern im Mittel immer höhere Werte, die gemessene Intelligenz nahm also zu. Dieser Effekt wird als Flynn-Effekt bezeichnet.

Der Flynn-Effekt wird großteils auf die Verbesserung der Umweltbedingungen zurückgeführt z. B. Bildung, Ernährung, Gesundheitsversorgung und Massenmedien. Einen wissenschaftlichen Konsens über die Ursachen des Flynn-Effekts gibt es nicht.

R. Sheldrake und andere PSI-Forscher gehen davon aus, dass das Wissen zur Bearbeitung des IQ-Tests in morphogenetischen Feldern weitergegeben wird.



Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Flynn-Effekt

http://www.iqcomparisonsite.com/NationalIQs.aspx

R. Sheldrake, Der Wissenschaftswahn, Verlag O.W. Barth, ISBN-13: 978-3426292105, (Originaltitel: The Science Delusion: Dispelling the 10 Dogmas of Materialism and Freeing the Spirit of Enquiry)


Montag, 29. Oktober 2012

Schätzen wir unsere Realität richtig ein? Wie entscheiden wir?

Entscheidungsbaum; Bild-(c): Olga Meier-Sander/pixelio.de
Wir unterliegen ständigen Veränderungen. Nicht nur langfristig durch die Evolution sondern auch kurzfristig und insbesondere im Kommunikationszeitalter. Die sich dadurch ergebenden Probleme haben sich verschärft.

So entwickeln viele Menschen kaum noch eine gegenseitige Achtung und fühlen sich berufen, Alles und Jedes sofort, ohne größeres Nachdenken, in der Öffentlichkeit kommentieren zu müssen. Auch ich ertappe mich oft in dieser Situation, wenn ich für mich emotionale Themen in Facebook einstelle.

Nur muss man sich nicht fragen, ob man nicht doch etwas vorsichtig mit seinen Äußerungen umgehen sollte? Unsere Wahrnehmungen über unsere Umwelt ist zumeist äußerst lückenhaft und das Gehirn baut sich den Rest irgendwie zusammen, wie die neuesten neurophysiologischen Forschungen zum Beispiel von Stephen Machnik (Barrow-Institut für Neurologie, Phönix) zeigen.

Interessant dabei ist, dass wir vorrangig Fehler bei anderen Menschen oder den Umständen finden, kaum aber bei uns selbst. Und je größer unser Interesse an einer Sache ist, umso subjektiver und fehlerhafter ist unsere Einschätzung.

Wir unterliegen somit selbst kreierten Täuschungen oder Massentäuschungen großer Menschengruppen die umso größer sind je höher die Gefühlswellen schlagen, die bis hin zur Massenhysterie ansteigen kann. Man ist besonders gerne dabei wenn man andere Menschen demütigen kann, dies lenkt gerne von seinen eigenen Unzulänglichkeiten ab.

Es ist bekannt, dass bei der Kommunikation mit anderen Menschen 90% der Information nonverbal sind, ein erstes Urteil über den anderen Menschen treffen wir schon nach einer zehntel Sekunde. Prof. Alan Snyder (Centre for the Mind, Sydney) behauptet, dass das Gehirn immer im Automatikmodus läuft. Unser Unterbewusstes bestimmt also, wo es lang geht. Unsere Entscheidungen werden geradezu diktiert.

Illusionen stellen eher die Regel und nicht die Ausnahme dar. Welches Recht haben wir also, andere Menschen zu beurteilen oder gar zu verurteilen? Wir passen unsere Bilder unseren Wunschvorstellungen an. Wo bleibt da die Objektivität eines Beobachters?

Die Forschungen von Prof. Snyder haben ergeben, dass „99% der Information vom Gedächtnis kommt und nur ein Prozent von der Umwelt.“ Weitere Forschungen haben ergeben, dass unser Antrieb stark von unserem Angstzentrum, der Amygdala im Hippocampusbereich, und vom Glückszentrum abhängt. Jedoch entziehen sich beide unserer Kontrolle und haben somit immer das letzte Wort.

Zum Fällen einer Entscheidung braucht unser Unterbewusstsein 230 Millisekunden. Dabei sind unbewusste Fehler schwer zu erkennen, da sie uns beeinflussen, ohne dass wir es registrieren. Wir lernen also aus Erfahrungen und wissen nicht, was sich unser Gehirn gemerkt hat. Deshalb fällt es den meisten Menschen schwer, von Routinen abzuweichen.

Zwischen Intuition und Versagen liegt ein schmaler Grad, das es gilt bei der nächsten Entscheidungsfindung zu berücksichtigen.



Quellen:
http://neuroscience.asu.edu/faculty
http://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Snyder_%28Wissenschaftler%29


Donnerstag, 20. September 2012

Demokratieverständnis - die echte Demokratie


echte Demokratie?; Bild-(C): Gerd Altmann/Carlsberg1988  / pixelio.de
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Die gesellschaftliche Macht, ausgeübt vom Volk, durch das Volk und für das Volk, getragen von natürlichen Lebensempfinden und Respekt vor der Arbeitsleistung, wäre unüberwindbar. Diese Macht setzt aber voraus, dass die arbeitenden Menschenmassen seelisch unabhängig und fähig werden, die Verantwortung für das gesellschaftliche Sein voll zu tragen und ihr Leben rational selbst zu bestimmen. Was sie daran hindert, ist die seelische Massenneurose, die sich in der Diktatur jeder Art ebenso wie im politischen Geschwätz materialisiert. Um die Massenneurose und den Irrationalismus im gesellschaftlichen Leben zu bewältigen, mit anderen Worten, um echte Mentalhygiene zu leisten, bedarf es eines sozialen Rahmens, der vor allem die materielle Not beseitigt und die freie Entwicklung der Lebenskräfte in jedem einzelnen sichert. Dieser soziale Rahmen kann nur die echte Demokratie sein.
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Die echte Demokratie ist kein Zustand einer "Freiheit", die einer Menschengruppe von gewählten oder aufgezwungenen Regierungsorganen geschenkt, gegönnt oder garantiert werden könnte. Die echte Demokratie ist ein schwieriger, langwieriger Prozeß, in dem die Menschenmasse, sozial und gesetzlich geschützt, alle Möglichkeiten hat (nicht etwa "bekommt"), sich in der Verwaltung des lebendigen, individuellen und gesellschaftlichen Lebens zu schulen und zu immer besseren Lebensnormen vorzudringen. Die echte Demokratie ist also keine abgeschlossene Entwicklung, die nun wie ein Greis ihre glorreiche, kämpferische Vergangenheit genießt, sondern sie ist ein Prozeß unausgesetzten Ringens mit den Problemen der unabbrechbaren Entwicklung neuer Gedanken, neuer Entdeckungen und neuer Lebensnormen. Die Entwicklung in die Zukunft ist nur dann unabbrechbar und ununterbrechbar, wenn das Alte und Greisenhafte, das seine Rolle auf einer früheren Stufe der demokratischen Entwicklung erfüllt hat, nun weise genug ist, dem Jungen und Neuen Platz zu machen und es nicht mit Berufung auf Würde oder formale Autorität zu ersticken.
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Die Tradition wird zum Täter der Demokratie, wenn sie der kommenden Jugend die Möglichkeit der Wahl nicht läßt, wenn sie zu diktieren versucht, was  unter neuen Bedingungen des Lebens als "gut" oder als "schlecht" anzusehen ist. Die Tradition vergißt leicht und gern, daß ihr die Fähigkeit abhanden kam zu beurteilen, was eben nicht Tradition ist.
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Die Linie des Zwanges ist die Linie des geringsten Widerstandes. Es ist leichter, Disziplin zu fordern und Autorität durchzusetzen, als Kinder zu selbsttätiger Arbeitsfreude und natürlichem sexuellem Verhalten zu erziehen. Es ist leichter, sich als von Gott gesandeter Führer und allwissend zu erklären und zu dekretieren, was Millionen denken und tun sollen, als im Kampf der Meinungen sich dem ringen zwischen Rationalem und Irrationalem auszusetzen. Es ist leichter, auf gesetzlicher Erfüllung von Achtung und Liebe zu bestehen, als Freundschaft durch menschliches Verhalten zu erringen. Es ist leichter, seine Unabhängigkeit für materielle Sicherheit zu verkaufen, als eine verantwortungsvolle, selbständige Existenz zu führen und Herr über sich selbst zu sein. es ist bequemer, Untergeordneten ihr Verhalten zu diktieren, als dieses Verhalten unter Wahrung der fremden Eigenheit zu lenken. Deshalb ist auch die Diktatur immer leichter als die echte Demokratie. Deshalb beneidet der bequeme demokratische Führer den Diktator und versucht, ihn unzulänglich nachzuahmen. Es ist leicht, den Gemeinplatz, und schwer, die Wahrheit zu vertreten.
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Auszug aus Wilhelm Reich "die Entdeckung des Orgons"


Sonntag, 6. Mai 2012

Sehen Sie den Gorilla im Projekt?

In der Psychologie gibt es ein berühmtes Gorilla-Experiment. In diesem Experiment wird den Probanden ein Video vorgeführt. In diesem Video spielen drei schwarze Basketballer gegen drei weiße Basketballer. Die Aufgabe der Probanden besteht darin, die Pässe zwischen den weißen Basketballern zu zählen.
Der Gorilla im Projekt. Bild-(c): Dieter, pixelio.de
Während das Video läuft und die Basketballer sich die Bälle hin- und herwerfen, rennt ein Mann mit einem Gorilla-Kostüm durch das Video. Am Ende des Videos wurden die Probanden nach der Anzahl der Würfe gefragt. Und, ob sie einen Gorilla gesehen hätten. Das Ergebnis: weniger als 30% der Probanden haben den Mann im Gorilla-Kostüm gesehen. Bei der zweiten Vorführung des Videos insistierten die Probanden darauf, dass es sich nicht um das gleiche Video handelt wie das Erste.


Dieses hochinteressante Experiment lässt viele Illusionen - oder sollte ich eher Wahrnehmungsstörungen sagen - der Menschen erklären. Der Mensch konzentriert sich so sehr auf die eigentliche Aufgabe, dass er wichtige sonstige Ereignisse nicht mehr erkennt, wahrnehmen möchte bzw. nicht wahrnehmen kann. Ein weiteres Beispiel: Vier Menschen sehen einen Autounfall und alle haben sehr unterschiedliche Versionen von dem, was passiert ist. Wie können wir uns nur an Ereignisse erinnern, die eigentlich nie aufgetreten sind. Und wie können wir viele Dinge falsch wiedergeben, obwohl wir absolut 100% sicher sind, dass wir recht haben. Das Gorilla-Experiment zeigt uns unser Limit auf.

Zusammengefasst legt das Gorilla-Experiment den Schluss nahe, dass nur Objekte und Details wahrgenommen oder bemerkt werden, auf die die Aufmerksamkeit gerichtet wurde. Das Gehirn muss selektieren, welche Informationen relevant sind und welche weniger. Erst, indem sich die Aufmerksamkeit einem Reiz zuwendet, wird dieser bewusst. Die Ausrichtung der Aufmerksamkeit beeinflusst die Aktivität bestimmter Gehirnstrukturen.

Unaufmerksamkeitsblindheit in der Geschäftswelt

Diese Unaufmerksamkeitsblindheit taucht auch ständig in der Geschäftswelt auf. Wie sonst kann man sich erklären, dass ein Unternehmen wie GM weiter monströse Spritfresser baut, in einer Welt der abnehmenden Erdölvorräte und steigenden Preise. Wie sonst sollte man die Geschäftspraktik von Blockbuster Video erklären, die weiter in ihre Filialen investieren, obwohl ihre Kunden zu Netflix und anderen On-Demand-Kabel-Diensten und Online-Websites gehen? Wie kann man sich die sinnlosen Kämpfe der Musik-Industrie gegen den digitalen Download erklären, während eine ganze Generation mittlerweile mit iPods herumläuft?

Diese Unternehmen wollten nur sehen, was sie sehen wollten. Und sahen nicht den Gorilla, der durch Ihre Branche gelaufen ist.

Kommen wir nun wieder zu unserem Projektumfeld. Wie sieht es dort aus, haben Sie Ihre Ziele fest im Blick und sehen Sie immer, bzw. bemerken Sie, wenn Ihnen ein Projektgorilla über den Weg läuft? Oder sind sie so tief in Ihrer Projektwelt versunken, dass sie die besondere Situation, Gefahren, Krisen nicht erkennen können und wollen?

Wie steht es um die Wahrnehmung Ihrer Projektrealität und Ihrer Unaufmerksamkeitsblindheit?

In diesem Sinne: Passen Sie auf den Gorilla auf.


Quelle:
http://www.theinvisiblegorilla.com/videos.html
http://www.scholarpedia.org/article/Inattentional_blindness




Donnerstag, 3. Mai 2012

Die Vernetzung als Erfolgsfaktor im Projekt



Hatten Sie nicht auch schon einmal das Gefühl, dass Sie in einem erfolgreichen Projekt eine gewisse Einheit mit all Ihren Projektmitarbeitern, Stakeholdern und Kunden verspürten? Eine Einheit, die schwer zu erklären ist, eine Art „Feld“, in dem sich alle miteinander verstehen? Ein schwer zu beschreibendes „Feld“, in dem man getragen wird in einem gemeinsamen Erkenntnisbewusstsein, getrieben von einer besonderen Klarheit?
Vernetzung im Projekt
Vernetzung: die notwendige Voraussetzung im Projekt; Bild-(c): Gerd Altmann, pixelio.de
Was passiert da? Wie ist das zu erklären? Oder: Was muss man tun, um eine solche Situation, ich würde sogar fast schon von einem Gemeinschafts-Flow sprechen, zu erreichen? Sind wir alle miteinander vernetzt? Möglicherweise können uns einige Erkenntnisse bekannter Wissenschaftler den Weg zeigen.

Reichen die wissenschaftlichen Erkenntnisse schon aus, um eine Vernetzung zu erklären?

Die Biologin Lynn Margulis beispielsweise, sieht die Entwicklung des Lebens - im Gegensatz zur Darwinschen „Survival-of-the-fittest“-Hypothese - als Koevolution und stellt in ihren Forschungen fest, dass „das Leben den Erdball nicht durch Kampf erobert hat, sondern durch Vernetzung.“ Ich persönlich neige auch sehr stark zu dieser Sichtweise. Die Gemeinschaft wird immer stärker sein als ein einzelner Starker. Deshalb wird auch immer eine starke Gemeinschaft das Überleben der Gemeinschaft sichern. Es war in der Vergangenheit nie ein Einzelner, der das Überleben einer Gemeinschaft gesichert hat.

Der russische Informationsforscher Prof. Konstantin Korotkov meint dazu, wir seien miteinander vernetzt, [...] weil wir eine gemeinsame Spezies mit einer identischen biologischen, biophysikalischen und bioenergetischen Ausstattung sind. Was uns verbindet, ist ein umfassendes Gefühl der Empathie und der Wunsch nach Kommunikation und Kooperation.“  Dem kann man fast nichts mehr hinzufügen, und man weiß ja mittlerweile, dass ein Mangel an Kommunikation krank macht (5).

Es ist also jeder von uns Teil des Prozesses der Weiterentwicklung, jeder Einzelne stellt so etwas wie ein Blutkörperchen in einem riesigen Organismus dar. Im Projekt ist es wie im Körper, auch der Körper benötigt weiße und rote Blutkörperchen, soll heißen: Für den Fortschritt im Projekt benötigt man sowohl Menschen mit positiven als auch welche mit negativen Intentionen. Menschen guten Willens müssen die Motivation ihres Handelns immer wieder am Gemeinwohl des Projekts ausrichten.

Prof. Korotkov erläutert, wie er in seinen Forschungen zur Telepathie die Gehirnströme von zwei weit voneinander entfernten Menschen mit Enzephalogrammen erfasst. In seinen Experimenten konnte er zeigen, wie die Gehirnströme der beiden Probanden sich synchronisierten. Korotkov erwähnt, dass allein eine mentale Konzentration und der Fokus der Intention entscheidend sind sich auf das Gegenüber einzuschwingen, egal ob Mensch oder Tier. Aus meiner Sicht dürfte es schon ausreichen, wenn alle im Projektteam sich nur alleine auf die Vision des Projektes, auf das Erschaffen, auf das Ziel konzentrieren, dann entsteht schon eine nicht wahrnehmbare „Vernetzung“ der Gehirnströme, die den Erfolg des Projektes beinflusst.

Der Autor von „Das Geheimnis des Ameisenhügels“, Stephen James Joyce, ist davon überzeugt, dass „ [...] kooperative Intelligenz zu einem lebenswichtigen Faktor wird, den alle Individuen und Teams stärken müssen, die tiefere und verlässlichere Bindungen zu ihrer Organisation herstellen wollen.“ Er stellt weiterhin fest, dass das Gefühl, eine Gemeinschaft zu bilden, automatisch die kooperative Intelligenz einer Gruppe oder eines Teams erweitert. „Das Gemeinschaftsgefühl wird wiederum dadurch gestärkt, dass jedes Mitglied die Möglichkeit erhält, sinnvolle Beiträge zu leisten.“ Und dass das auch so passiert, wird wesentlich durch den Projektleiter gesteuert bzw. geleistet. Ein Projektleiter, der ein reiner Macher ist, wird möglicherweise keinen Projekterfolg im Team haben. Ein Projektleiter muss demnach ein sehr guter Teamplayer sein, den die anderen idealerweise auch als ihre autoritäre natürliche Führungskraft akzeptieren. Leider ist das nicht immer ganz trivial und einfach, dafür ist durchaus ein gewisses Talent erforderlich.

Der Biologe Rupert Sheldrake wiederum behauptet, dass sogenannte „morphogenetische Felder“ als Felder kollektiver Intelligenz um größere Ansammlungen von Lebewesen herum entstehen. Das sind natürlich nicht messbare und nicht wissenschaftlich nachweisbare Felder. Aber ich vermute, dass jeder schon einmal im Leben, das Gefühl hatte: „Jetzt ist etwas passiert“, „Ich habe so eine Vorahnung“, das Gefühl,  man spürt quasi, was mit einem Menschen passiert, an den man gerade fest denkt. Diese unausgebildeten bzw. zurückgebildeten feinstofflichen Fähigkeiten können durchaus trainiert und verstärkt werden.

Das geht jetzt aber ziemlich in die Esoterikecke, sagst Du. Nun, Einstein und Goethe waren auch Esoteriker. Und wie sagte doch Einstein: "Alles ist in Schwingung". Und Max Planck erkannte schon: „Es gibt keine Materie an sich!“ D.h. alles ist Energie, alles ist Schwingung, Frequenz und Vibration. Jedes einzelne Organ hat seine einzigartige Schwingung bzw. Frequenz, die unter anderem die Bodyscanner an den Flughäfen nutzen. (6)  So hat auch unser Gehirn und möglicherweise auch unsere Gedanken eine Schwingung eine Frequenz. Wir senden ständig Informationen.

Joyce ist der Meinung, „wenn wir unsere Intelligenz vereinen und diese unfassbar riesige Ressource dann zum Wohl der gesamten Gemeinschaft nutzen, könnte das unser gesamtes Leben und auch die Art und Weise, wie wir in Teams und Organisationen operieren, von Grund auf ändern.“

Was kann nun ein Projektleiter tun, damit sein Projektteam die kooperative Intelligenz und damit die Vernetzung effektiver nutzt?

   Prof. Korotkov empfiehlt hierzu Meditation und die Stärkung der mentalen Konzentration. In dem man beispielsweise in einem Projektmeeting eine gemeinsame Meditationssitzung durchführt. (Steve Jobs hat dies immer wieder gerne mit seinen Business-Kollegen gemacht.)

   Konzentration auf Lösungen. Die Ressourcen sollten nicht darauf verschwendet werden, eine Sache abzuschaffen, sondern darauf, was Sie erreichen wollen.

   Zu viele Macher und Helden sind nicht gut. Sie reißen in der Regel die gesamte Handlungsmacht an sich und u.U. auch das gesamte Team. Sie erreichen so, dass niemand sonst sich mehr verantwortlich fühlt (Warum sollten sich auch die anderen Teammitglieder anstrengen, wenn doch der Macher zur Rettung gekommen ist?).

   Das Team erschafft etwas. Die Vision auf das Erschaffen legen. Joyce meint dazu: „Wenn man immer weiter das tut, was wir schon immer getan haben, werden wir auch immer das erreichen, was wir schon immer erreicht haben - und dabei wollen wir vielleicht etwas ganz anderes.“ Oder wie Einstein so treffend formuliert „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

   Die neuen Technologien verstärkt nutzen, Stichwort Social Media. Social Media hat unser Kommunikationsverhalten bereits weitestgehend verändert. Alle Freunde und Bekannte sind miteinander vernetzt. Jeder ist zeitnah über aktuelle Dinge in seinem Umfeld informiert. Dies setzt natürlich die Bereitschaft zu Offenheit und Transparenz voraus.



Quellen:
1.) Sheldrake, R.: Der siebte Sinn des Menschen. Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 4 (10. März 2011)
3.) Joyce, S.: Das Geheimnis des Ameisenhügels. Wiley-VCH Verlag, 2008
4.) raum&Zeit: Ausgabe 177, 2012
5.) Univ.Prof. Dr. Maximilian Gottschlich: „Sprachloses Leid“. URL: http://www.philosophische-praxis.at/symp05.html
6.) http://www.greatdreams.com/hertz.htm

Sonntag, 22. April 2012

Projektmanagement im europäischen Umfeld


Eine Herausforderung? Mittlerweile Normalität? Ein nicht mehr zu unterschätzender Aspekt auch in Projekten in Deutschland? Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um den Euro und den ESM  (Europäischer Stabilitätsmechanismus) lohnt sich ein kleiner Blick auf das europäische Umfeld.


Projektmanagement im europäischen Umfeld - Spielregeln sind wichtig
Projektmanagement im europäischen/internationalen Umfeld setzt die Festlegung von gemeinsamen Spielregeln voraus. Bild-(c):  Daniel Gast / pixelio.de


Wer Deutschland und Europa wahrhaft liebt, wird ihre unglaubliche Vielfalt an Ausdrucksformen in Kunst, Architektur, Esskultur, Sprachen und Musiktradition mögen. In Projekten kommt das sehr stark zum Ausdruck. Die Mentalitäten der Menschen der verschiedenen Länder sind extrem unterschiedlich. Wer schon einmal mit einem Franzosen, Italiener, Engländer, Norweger, Spanier, Schweizer, Rumänen, Deutschen in einem Team gearbeitet hat, der erkennt schnell, dass es keine einheitliche, einzig erkennbare europäische Kultur gibt. Selbst in Deutschland sieht man die gewaltigen Unterschiede; einen Hamburger wird man nicht so ohne Weiteres zum Schuhplatteln bewegen können. Der Bayer wird im Norden wohl ganz stark seine Käs‘spatzen, seine Brezen, seine Weißwurscht und vor allem sein „anständiges“ Bier vermissen, möglicherweise auch seine Berge.

Wer zwanghaft versucht, die verschiedenen Traditionen unter einem Hut zu bekommen - wie unsere Politiker -, der hat nicht verstanden, dass man Europa nicht so ohne weiteres vereinheitlichen kann. Deshalb sind auch Aussagen, wie „scheitert der Euro - scheitert Europa“; „Europa muss mit einer Stimme sprechen“; „Wenn Europa scheitert, gibt es Krieg“ geradezu lächerlich. Dabei wäre wohl ein Europa, das mit einer Stimme spricht - mit Verlaub - ein Albtraum. Welches Maß an Gleichschaltung und Zentralisierung wäre dafür nötig? Und: Wer Schreckgespenster an die Wand malt, möchte Angst machen; und Angst macht bekanntlich dumm ...  Nein, ein Ende des Euro oder der EU wäre möglicherweise sogar deren Rettung.

Vor diesem kulturellen und politischen Hintergrund sollte man auch europäische Projekte sehen. Eine extreme Offenheit gegenüber Andersartigkeit ist notwendig. Gerade deshalb ist es wichtig, dass man gemeinsam Regeln festlegt und die Zusammenarbeit definiert. Schon in rein deutschsprachigen Projekten ist es wichtig gemeinsame Regeln zu erstellen; in europäischen und internationalen Projekten wird dies noch wichtiger.

Die Ermittlung und die offene Vereinbarung der notwendigen Spielregeln für die Betroffenen und Beteiligten während des Projekts und des Projektmanagements sind die ersten Themen, die man behandeln sollte.

Montag, 5. März 2012

Neue Erkenntnisse aus der Epi-Genetik

Je gesünder der Körper, desto gesünder der Geist, desto mehr Power und Leistung und weniger Probleme ergeben sich im täglichen Leben. Manager sind geistige Hochleistungssportler dementsprechend müssen Sie auch Ihren Lebensstil anpassen und sich über aktuelle Erkenntnisse informieren um dauerhaft ein Leistungsniveau halten zu können. Mehr und mehr Menschen lesen Bücher über Epi-Genetik. Also die Tatsache, dass Gene gar nichts bedeuten. Dass erst der Lebensstil entscheidet.
Welche Erkenntnisse wird uns die Epi-Genetik noch bringen? copyright: Strichcode/pixelio.de
Diese Epi-Genetikforscher haben sich vor kurzem in Heidelberg versammelt, eingeladen vom Europäischen Molekularbiologischen Labor (EMBL). Da ging es um unser aller Alltag, um unsere Stimmung. Da ging es um jede psychische Störung, Depression, Angststörung, Schlafstörung oder Demenz. Diese Forscher informieren uns, dass jedes Jahr mehr als 38 % der Menschen in Europa mindestens einmal an einer solchen Störung erkranken. Das kostet in der europäischen Union jährlich 674 Milliarden Euro. Die berechtigte Frage war nun, ob die moderne Biomedizin, die Genforschung hier helfen könne. Die überraschende Antwort, hieß:

"Nein"


DNS hat keinen Einfluß

Das menschliche Erbgut: drei Milliarden Bausteine, etwa 25.000 Gene. Dieses Riesenmolekül gilt heute weithin als Bauplan für den menschlichen Körper. Aber es werden Anweisungen benötigt, wann welcher Schritt auszuführen ist. So enthält eine Leberzelle dieselben genetischen Informationen wie eine Gehirnzelle, dennoch erfüllen beide völlig unterschiedliche Aufgaben, produzieren beide spezielle Eiweiße in typischen Mengen.

Seit Jahren mehren sich die Hinweise darauf, dass die Aktivität vieler Gene auch von außen beeinflusst wird: Bestimmte Proteine heften sich an die DNS und helfen, jenes Enzym in Position zu bringen, das den genetischen Code abliest. Die größte Überraschung dabei ist: Epigenetische Signale werden von den Eltern an die Kinder weitergegeben. Diese Erkenntnisse stellen also infrage, was gemeinhin angenommen wird: dass die DNS unser Aussehen, unsere Persönlichkeit und unsere Krankheitsrisiken bestimmt. Die These "Die Gene sind unser Schicksal" ist bei vielen zur Überzeugung geworden. Solche eindimensionalen Vorstellungen sind nun durch die Erkenntnisse der Epi-Genetik obsolet.

„Einer der Regelvorgänge, so hat sich dabei herausgestellt, setzt am "Verpackungsmaterial" der DNS an. Denn der Erbfaden liegt nicht lose im Zellkern, sondern ist auf zylindrische Proteine - "Histone" - gewickelt, und zwar derart, dass eine Kette mit Perlen wie bei einem Rosenkranz entsteht.“ (Geo-Zitat)

"Die Experimente bestätigen die Wichtigkeit der Umwelt bei der Entwicklung eines Lebewesens", sagt Michael Meaney ein bekannter Epi-Genetik-Forscher.

Immer noch gelten Behauptungen, dass Anpassungen eines Organismus an die Umwelt auf die Nachkommen übergingen, als wissenschaftliche Häresie, es widerspräche dem herrschenden Verständnis der Evolutionstheorie, wonach es eher zufällige Änderungen im Erbgut (Mutationen) sind, die Lebewesen im Kampf ums Dasein einen Überlebensvorteil verschaffen und es ihnen ermöglichen, sich erfolgreicher fortzupflanzen.

In der Vergangenheit nahm man einfach an, dass Männer, die Hanteln stemmen und dadurch Muskeln zulegen, nicht unbedingt kräftigere Kinder erzeugen. Ebenso wenig wie schlank gehungerte Frauen, automatisch zarte Babys zur Welt bringen. Man nahm also an, dass dieser übergeordnete Code bei der Bildung von Ei- und Samenzelle verloren gehe - in den Keimzellen für die nächste Generation also "reiner Tisch" gemacht und lediglich die Buchstabenfolge der DNS übertragen werde.

Mittlerweile weiß man, dass sich die Vererbung epigenetischer Merkmale fortpflanzt. U.a durch die Versuche der Biologin Emma Whitelaw mit ihren Experimenten des Agouti-Gen in Mäusen.

Einen weiteren Erkenntnisgewinn haben wir zu verkraften, seit sich herausgestellt hatte, dass die Vererbung epigenetischer Merkmale nicht bei den unmittelbaren Nachkommen endet, sondern sich weiter fortpflanzen kann, bis zu den Enkeln, Urenkeln, Ururenkeln.

2004 stellte der Genetiker Michael Skinner von der Washington State University bei Rattenexperimenten fest, dass Pestizide sogar an Kinder und Kindeskinder weitergegeben wurde, ohne dass auch nur ein Buchstabe der DNS verändert wurde. Und inzwischen mehren sich die Hinweise, dass epigenetische Vererbung auch beim Menschen auftritt.

Wie etwa Marcus Pembrey, Genetiker am Londoner Institute of Child Health im Jahr 2005. In seiner Studie zeigte sich, dass die Enkel von Männern, deren Kindheit in eine Zeit des Überflusses fiel, mit größerer Wahrscheinlichkeit Diabetes entwickelten - verknüpft mit dem höheren Risiko eines frühen Todes. Die Studien von Pembrey lassen vermuten: Ernährung, Verhalten und Umweltbedingungen der heute Lebenden haben einen immensen Einfluss auf die Gesundheit der Nachkommen – auch weit entfernter.

Michael Meaney, ein Psychologe der  McGill University, gibt zu bedenken, dass die frühe Eltern-Kind-Bindung durch Armut, ein Leben in zerrütteten Verhältnissen oder Dauerstreit beeinträchtigt wird. Das wiederum hemmt, wie man auch ohne Epigenetik weiß, die kognitive Entwicklung der betroffenen Kinder. Aber wirken sich die negativen Faktoren womöglich über epigenetische Prozesse auch auf künftige Generationen aus? Lawrence Harper, Psychologe an der University of California in Davis, vertritt die These, dass unser epigenetisches Erbe eine Reihe von Persönlichkeitsmerkmalen - darunter Temperament und Intelligenz – beeinflusst.


Ganzheitlichkeit ist wichtig

Letztendlich erfahren wir altes Bekanntes. So beschreibt bereits in vorchristlichen Zeitabschnitten Hermes Trismegistos in seinen sieben kosmischen Gesetzen „Wie oben - so unten, wie unten - so oben. Wie innen - so außen, wie außen - so innen. Wie im Großen - so im Kleinen.“ Deshalb können Sie das Große im Kleinen und im Kleinen das Große erkennen. Und so, wie man innerlich ist, erlebt man auch seine Außenwelt, und die von sich erlebte Außenwelt entspricht immer dem, was man selbst innerlich ist: Die Außenwelt ist also immer ein Spiegel. Ist man in HARMONIE mit sich selbst, ist man gleichermaßen in HARMONIE mit der Außenwelt. Wenn man sich verändert, muss sich alles um einen herum verändern.

Oder auch seine bekannte Aussage bezüglich Karma sollte in Erinnerung gerufen werden „Jede Ursache hat eine Wirkung - Jede Wirkung hat eine Ursache. Jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die mit gleicher Intensität zum Ausgangspunkt, also zum Erzeuger zurückkehrt.“

Mit der Epigenetik bekommen diese alten Aussagen eine wissenschaftliche Grundlage und eine Bestätigung für deren Bedeutung.

Die Beachtung dieser ach so wichtigen Erkenntnis in seinem eigenen Umfeld hat umfangreiche Bedeutung. Werden die Umweltbedingungen im Leben/Arbeitsleben or what so ever nicht beachtet, dann braucht man sich über eine unklare und beschränkte Sichtweise nicht wundern. Nur die ganzheitliche Sichtweise über die Zusammenhänge gibt letztendlich Aufschluss zur Verbesserung einer Situation.