Idiot's Guide für Projektleiter
Sehr schönes Video für eine Vorgehensweise bei kleinen Projekten. Eigentlich selbstverständliche Tätigkeiten. Aber ich vermute, dass selbst mit dieser "Schnellübersicht" einige Einsteiger überfordert sein werden. Denn es fehlt das "wie mache ich das nun" - "Aha, so mach ich das"-Effekt.
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Sonntag, 27. Oktober 2013
Montag, 28. Januar 2013
Guerilla-Arbeitspaket-Management
| Guerilla-Arbeitspaket-Management; Bild-(C): Stfan Bayer, pixelio.de |
Was ist das nun wieder Neues, werden Sie sich fragen? Der Begriff Guerilla-Arbeitspaket-Management beschreibt eine Methodik in der Aktionspunkte bzw. Arbeitspakete in einer Art Guerilla Vorgehensweise gemanagte werden. Die Idee dahinter ist, dass Sie sehr oft Projekte vorfinden, mit Mitarbeitern, die Eigeninitiative zeigen, die aktiv an Planungen teilhaben wollen, die keine Lust auf Eintragungen in irgendwelche Social-Community-Was-auch-immer-Aktionspunkte/Arbeitspakete-Erledigungs-Platformen haben. Sondern Mitarbeiter, die einfache, schnelle, saubere, gute Projekt-Arbeitspaket-Abarbeitung machen wollen ohne großen bürokratischen Schnickschnack.
Aber nicht nur das, mitunter ergeben sich auch in verschiedenen Phasen eines Projektes unterschiedliche Szenarien und Situation, die schlicht und einfach ein völlig anderes Vorgehensmodell benötigen, als es die Standardmethoden anbieten. Sehr häufig kommt es vor, dass man beispielsweise in der Realisierungsphase eines Projektes innerhalb kürzester Zeit Korrekturen, Aktionen und Arbeiten erledigen muss, die man gar nicht mehr schnell genug über eine Excelliste oder ein anderes Tool erledigen bzw. managen kann, weil die Aktionen zu schnell aufeinanderfolgen und zu viele Beteiligte zusammenwirken müssen und Input liefern müssen, um den Projekterfolg zu garantieren.
Oft genug fühlt man sich in solchen Projektsituationen in einem Projekt-Kleinkrieg. Und daher kommt auch die Bezeichnung Guerilla. Guerilla steht wörtlich für einen „Kleinkrieg“. Gemeint ist eine besondere Art der Kriegsführung, die auch als Guerillakrieg bezeichnet wird. Die spannende Frage ist nun, wie gehe ich am Besten mit solchen Situationen um, welche Methodik kann ich als Projektleiter anwenden, um alles zu beherrschen und zu kontrollieren? Wie bekomme ich den besten, brauchbarsten und effektivsten Überblick?
Die Lösung:
In solchen Situationen kann Folgendes empfohlen werden: Nutzen Sie ein Whiteboard, Stifte und einen Wischer. Schreiben Sie alle kurzfristigen Aktionspunkte/Arbeitspakete an das Whiteboard. Unterschiedliche Stiftfarben können den Mitarbeitern zugewiesen werden. Die Mitarbeiter können auch von sich aus Aktionspunkte/Arbeitspakete an das Whiteboard schreiben und entfernen diese wieder, wenn die Arbeit durchgeführt wurde.
Die Vorteile:
Das Whiteboard ist für alle immer visuell sichtbar und immer präsent. Man fokussiert sich auf die aktuellen Arbeitspakete auf dem Whiteboard, konzentriert die Energie und Arbeitskraft. Ein jeder Mitarbeiter beteiligt sich an der Abarbeitung und Aktualisierung des Whiteboards. Und es macht Spaß.
Der Vorteil für den Projektleiter:
Auch er kann seine volle Konzentration auf die wichtigen Punkte lenken, hat die kritischsten Themen im Blick, er kann seine Projektmitarbeiter aktiv mit einbeziehen, kann schnell agieren, kontrollieren, steuern und lenken; eine fast schon ideale Situation.
In diesem Sinne viel Spaß bei der Beherrschung des Projektkrieges.
Quellen:
https://www.xing.com/profile/Olaf_Knauer
http://www.olaf-knauer.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla
Donnerstag, 24. Mai 2012
Wir lernen nicht aus eigenen Fehlern, sondern von Fehlern anderer und von eigenen Erfolgen.
| Wir feiern gerne unsere Erfolge und die Misserfolge anderer. Bild-(C): Benjamin Thorn, pixelio.de |
Angeblich lernen wir Menschen vor allem aus eigenen Fehlern. Eine aktuelle Studie resümiert hingegen: „Wir lernen mehr aus eigenen Erfolgen - und von den Fehlern anderer Menschen.“
Die Mehrheit war bisher der Meinung, dass wir aus eigenen Fehlern lernen und dadurch in Zukunft neue und letztlich bessere Wege gehen können. Auch Bill Gates hat die Sichtweise: "Es ist gut, Erfolge zu feiern, aber es ist wichtiger, aus Fehlern zu lernen."
Dahinter steckt die Annahme, dass Erfolge zwar wichtig und angenehm sind; dass wir aber vor allem dann wachsen, wenn wir Fehler begehen.
Eine neue Studie
Soweit zumindest die Theorie. Die Praxis scheint nun etwas anders auszusehen, das
legt zumindest eine neue Studie der Wissenschaftler Diwas Kc von der US-Universität Emory und Bradley Staats (Universität von North Carolina) und Francesca Gino (Harvard) dar. Sie analysierten Daten von 71 Herzchirurgen im US-Bundesstaat Massachusetts. Die Chirurgen hatten über einen Zeitraum von zehn Jahren mehr als 6500 Eingriffe im Bereich der minimal-invasiven Herzchirurgie (kleine Öffnungen im Brustkorb, statt den ganzen Brustkorb aufspalten) vorgenommen.
Die Wissenschaftler begründen Ihr Ergebnis mit der sogenannten Attributionstheorie. Dieser Theorie gemäß haben Menschen das Bedürfnis, für das Verhalten anderer Menschen oder das eigene Gründe zu finden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:
- Interne Attribution - man sieht die Ursache bei sich selbst), oder
- Externe Attribution - man sieht die Ursache bei anderen Personen und Faktoren
(Dieser Mechanismus ist im übrigen ein wichtiger Teil des „Gesundwerdungs“-Prozesses )
Erfolge schreibt man sich gerne selbst zu, weil man sich für fähig und kompetent hält. Misserfolge hingegen begründen wir lieber mit gewissen Umständen, die nicht in unserer Macht liegen, gemäß dem Motto: "Dafür konnte ich nichts!"
Und dies ist nun der wesentliche Grund, warum wir weniger aus unseren eigenen Fehlern lernen, weil wir die Misserfolge gar nicht erst an uns ranlassen. Bei Misserfolgen von anderen Personen sieht das ganz anders aus, denn die schreiben wir gerne deren Unfähigkeit zu - und lernen selbst daraus.
Lesson Learned
Diese menschliche Eigenschaft kann man in unserer Projektorganisation hervorragend nutzen, via Lesson Learned. Die Beachtung und Vermeidung der in den Lesson Learned enthaltenen Fehler oder Erkenntnisse kann sich somit äußerst nützlich für zukünftige Projekte erweisen und dienen hervorragend zur Vorbereitung ähnlicher Projekte.
Quellen:
Diwas Kc, Bradley Staats und Francesca Gino (2012). Learning from My Success and From Others’ Failure: Evidence from Minimally Invasive Cardiac Surgery. Harvard Business School Working Paper, Nummer 12-065.
http://www.hbs.edu/research/pdf/12-065.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Lessons_Learned
http://de.wikipedia.org/wiki/Attributionstheorien
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