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Sonntag, 6. Mai 2012

Sehen Sie den Gorilla im Projekt?

In der Psychologie gibt es ein berühmtes Gorilla-Experiment. In diesem Experiment wird den Probanden ein Video vorgeführt. In diesem Video spielen drei schwarze Basketballer gegen drei weiße Basketballer. Die Aufgabe der Probanden besteht darin, die Pässe zwischen den weißen Basketballern zu zählen.
Der Gorilla im Projekt. Bild-(c): Dieter, pixelio.de
Während das Video läuft und die Basketballer sich die Bälle hin- und herwerfen, rennt ein Mann mit einem Gorilla-Kostüm durch das Video. Am Ende des Videos wurden die Probanden nach der Anzahl der Würfe gefragt. Und, ob sie einen Gorilla gesehen hätten. Das Ergebnis: weniger als 30% der Probanden haben den Mann im Gorilla-Kostüm gesehen. Bei der zweiten Vorführung des Videos insistierten die Probanden darauf, dass es sich nicht um das gleiche Video handelt wie das Erste.


Dieses hochinteressante Experiment lässt viele Illusionen - oder sollte ich eher Wahrnehmungsstörungen sagen - der Menschen erklären. Der Mensch konzentriert sich so sehr auf die eigentliche Aufgabe, dass er wichtige sonstige Ereignisse nicht mehr erkennt, wahrnehmen möchte bzw. nicht wahrnehmen kann. Ein weiteres Beispiel: Vier Menschen sehen einen Autounfall und alle haben sehr unterschiedliche Versionen von dem, was passiert ist. Wie können wir uns nur an Ereignisse erinnern, die eigentlich nie aufgetreten sind. Und wie können wir viele Dinge falsch wiedergeben, obwohl wir absolut 100% sicher sind, dass wir recht haben. Das Gorilla-Experiment zeigt uns unser Limit auf.

Zusammengefasst legt das Gorilla-Experiment den Schluss nahe, dass nur Objekte und Details wahrgenommen oder bemerkt werden, auf die die Aufmerksamkeit gerichtet wurde. Das Gehirn muss selektieren, welche Informationen relevant sind und welche weniger. Erst, indem sich die Aufmerksamkeit einem Reiz zuwendet, wird dieser bewusst. Die Ausrichtung der Aufmerksamkeit beeinflusst die Aktivität bestimmter Gehirnstrukturen.

Unaufmerksamkeitsblindheit in der Geschäftswelt

Diese Unaufmerksamkeitsblindheit taucht auch ständig in der Geschäftswelt auf. Wie sonst kann man sich erklären, dass ein Unternehmen wie GM weiter monströse Spritfresser baut, in einer Welt der abnehmenden Erdölvorräte und steigenden Preise. Wie sonst sollte man die Geschäftspraktik von Blockbuster Video erklären, die weiter in ihre Filialen investieren, obwohl ihre Kunden zu Netflix und anderen On-Demand-Kabel-Diensten und Online-Websites gehen? Wie kann man sich die sinnlosen Kämpfe der Musik-Industrie gegen den digitalen Download erklären, während eine ganze Generation mittlerweile mit iPods herumläuft?

Diese Unternehmen wollten nur sehen, was sie sehen wollten. Und sahen nicht den Gorilla, der durch Ihre Branche gelaufen ist.

Kommen wir nun wieder zu unserem Projektumfeld. Wie sieht es dort aus, haben Sie Ihre Ziele fest im Blick und sehen Sie immer, bzw. bemerken Sie, wenn Ihnen ein Projektgorilla über den Weg läuft? Oder sind sie so tief in Ihrer Projektwelt versunken, dass sie die besondere Situation, Gefahren, Krisen nicht erkennen können und wollen?

Wie steht es um die Wahrnehmung Ihrer Projektrealität und Ihrer Unaufmerksamkeitsblindheit?

In diesem Sinne: Passen Sie auf den Gorilla auf.


Quelle:
http://www.theinvisiblegorilla.com/videos.html
http://www.scholarpedia.org/article/Inattentional_blindness




Montag, 5. März 2012

Neue Erkenntnisse aus der Epi-Genetik

Je gesünder der Körper, desto gesünder der Geist, desto mehr Power und Leistung und weniger Probleme ergeben sich im täglichen Leben. Manager sind geistige Hochleistungssportler dementsprechend müssen Sie auch Ihren Lebensstil anpassen und sich über aktuelle Erkenntnisse informieren um dauerhaft ein Leistungsniveau halten zu können. Mehr und mehr Menschen lesen Bücher über Epi-Genetik. Also die Tatsache, dass Gene gar nichts bedeuten. Dass erst der Lebensstil entscheidet.
Welche Erkenntnisse wird uns die Epi-Genetik noch bringen? copyright: Strichcode/pixelio.de
Diese Epi-Genetikforscher haben sich vor kurzem in Heidelberg versammelt, eingeladen vom Europäischen Molekularbiologischen Labor (EMBL). Da ging es um unser aller Alltag, um unsere Stimmung. Da ging es um jede psychische Störung, Depression, Angststörung, Schlafstörung oder Demenz. Diese Forscher informieren uns, dass jedes Jahr mehr als 38 % der Menschen in Europa mindestens einmal an einer solchen Störung erkranken. Das kostet in der europäischen Union jährlich 674 Milliarden Euro. Die berechtigte Frage war nun, ob die moderne Biomedizin, die Genforschung hier helfen könne. Die überraschende Antwort, hieß:

"Nein"


DNS hat keinen Einfluß

Das menschliche Erbgut: drei Milliarden Bausteine, etwa 25.000 Gene. Dieses Riesenmolekül gilt heute weithin als Bauplan für den menschlichen Körper. Aber es werden Anweisungen benötigt, wann welcher Schritt auszuführen ist. So enthält eine Leberzelle dieselben genetischen Informationen wie eine Gehirnzelle, dennoch erfüllen beide völlig unterschiedliche Aufgaben, produzieren beide spezielle Eiweiße in typischen Mengen.

Seit Jahren mehren sich die Hinweise darauf, dass die Aktivität vieler Gene auch von außen beeinflusst wird: Bestimmte Proteine heften sich an die DNS und helfen, jenes Enzym in Position zu bringen, das den genetischen Code abliest. Die größte Überraschung dabei ist: Epigenetische Signale werden von den Eltern an die Kinder weitergegeben. Diese Erkenntnisse stellen also infrage, was gemeinhin angenommen wird: dass die DNS unser Aussehen, unsere Persönlichkeit und unsere Krankheitsrisiken bestimmt. Die These "Die Gene sind unser Schicksal" ist bei vielen zur Überzeugung geworden. Solche eindimensionalen Vorstellungen sind nun durch die Erkenntnisse der Epi-Genetik obsolet.

„Einer der Regelvorgänge, so hat sich dabei herausgestellt, setzt am "Verpackungsmaterial" der DNS an. Denn der Erbfaden liegt nicht lose im Zellkern, sondern ist auf zylindrische Proteine - "Histone" - gewickelt, und zwar derart, dass eine Kette mit Perlen wie bei einem Rosenkranz entsteht.“ (Geo-Zitat)

"Die Experimente bestätigen die Wichtigkeit der Umwelt bei der Entwicklung eines Lebewesens", sagt Michael Meaney ein bekannter Epi-Genetik-Forscher.

Immer noch gelten Behauptungen, dass Anpassungen eines Organismus an die Umwelt auf die Nachkommen übergingen, als wissenschaftliche Häresie, es widerspräche dem herrschenden Verständnis der Evolutionstheorie, wonach es eher zufällige Änderungen im Erbgut (Mutationen) sind, die Lebewesen im Kampf ums Dasein einen Überlebensvorteil verschaffen und es ihnen ermöglichen, sich erfolgreicher fortzupflanzen.

In der Vergangenheit nahm man einfach an, dass Männer, die Hanteln stemmen und dadurch Muskeln zulegen, nicht unbedingt kräftigere Kinder erzeugen. Ebenso wenig wie schlank gehungerte Frauen, automatisch zarte Babys zur Welt bringen. Man nahm also an, dass dieser übergeordnete Code bei der Bildung von Ei- und Samenzelle verloren gehe - in den Keimzellen für die nächste Generation also "reiner Tisch" gemacht und lediglich die Buchstabenfolge der DNS übertragen werde.

Mittlerweile weiß man, dass sich die Vererbung epigenetischer Merkmale fortpflanzt. U.a durch die Versuche der Biologin Emma Whitelaw mit ihren Experimenten des Agouti-Gen in Mäusen.

Einen weiteren Erkenntnisgewinn haben wir zu verkraften, seit sich herausgestellt hatte, dass die Vererbung epigenetischer Merkmale nicht bei den unmittelbaren Nachkommen endet, sondern sich weiter fortpflanzen kann, bis zu den Enkeln, Urenkeln, Ururenkeln.

2004 stellte der Genetiker Michael Skinner von der Washington State University bei Rattenexperimenten fest, dass Pestizide sogar an Kinder und Kindeskinder weitergegeben wurde, ohne dass auch nur ein Buchstabe der DNS verändert wurde. Und inzwischen mehren sich die Hinweise, dass epigenetische Vererbung auch beim Menschen auftritt.

Wie etwa Marcus Pembrey, Genetiker am Londoner Institute of Child Health im Jahr 2005. In seiner Studie zeigte sich, dass die Enkel von Männern, deren Kindheit in eine Zeit des Überflusses fiel, mit größerer Wahrscheinlichkeit Diabetes entwickelten - verknüpft mit dem höheren Risiko eines frühen Todes. Die Studien von Pembrey lassen vermuten: Ernährung, Verhalten und Umweltbedingungen der heute Lebenden haben einen immensen Einfluss auf die Gesundheit der Nachkommen – auch weit entfernter.

Michael Meaney, ein Psychologe der  McGill University, gibt zu bedenken, dass die frühe Eltern-Kind-Bindung durch Armut, ein Leben in zerrütteten Verhältnissen oder Dauerstreit beeinträchtigt wird. Das wiederum hemmt, wie man auch ohne Epigenetik weiß, die kognitive Entwicklung der betroffenen Kinder. Aber wirken sich die negativen Faktoren womöglich über epigenetische Prozesse auch auf künftige Generationen aus? Lawrence Harper, Psychologe an der University of California in Davis, vertritt die These, dass unser epigenetisches Erbe eine Reihe von Persönlichkeitsmerkmalen - darunter Temperament und Intelligenz – beeinflusst.


Ganzheitlichkeit ist wichtig

Letztendlich erfahren wir altes Bekanntes. So beschreibt bereits in vorchristlichen Zeitabschnitten Hermes Trismegistos in seinen sieben kosmischen Gesetzen „Wie oben - so unten, wie unten - so oben. Wie innen - so außen, wie außen - so innen. Wie im Großen - so im Kleinen.“ Deshalb können Sie das Große im Kleinen und im Kleinen das Große erkennen. Und so, wie man innerlich ist, erlebt man auch seine Außenwelt, und die von sich erlebte Außenwelt entspricht immer dem, was man selbst innerlich ist: Die Außenwelt ist also immer ein Spiegel. Ist man in HARMONIE mit sich selbst, ist man gleichermaßen in HARMONIE mit der Außenwelt. Wenn man sich verändert, muss sich alles um einen herum verändern.

Oder auch seine bekannte Aussage bezüglich Karma sollte in Erinnerung gerufen werden „Jede Ursache hat eine Wirkung - Jede Wirkung hat eine Ursache. Jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die mit gleicher Intensität zum Ausgangspunkt, also zum Erzeuger zurückkehrt.“

Mit der Epigenetik bekommen diese alten Aussagen eine wissenschaftliche Grundlage und eine Bestätigung für deren Bedeutung.

Die Beachtung dieser ach so wichtigen Erkenntnis in seinem eigenen Umfeld hat umfangreiche Bedeutung. Werden die Umweltbedingungen im Leben/Arbeitsleben or what so ever nicht beachtet, dann braucht man sich über eine unklare und beschränkte Sichtweise nicht wundern. Nur die ganzheitliche Sichtweise über die Zusammenhänge gibt letztendlich Aufschluss zur Verbesserung einer Situation.